Entspannungsmusik

Entspannung durch Musik

Wir alle kennen folgende Situation: Kaum betritt man ein Kaufhaus oder ein Hotel, nimmt man mehr oder weniger bewusst leise Musik im Hintergrund war. Doch aus welchem Grund spielen die Inhaber tagtäglich diese melodiösen, unaufdringlichen Töne ab? Um eine bedrückende Stille oder störende Geräusche zu vermeiden. Der Kunde fühlt sich wohl, entspannt und verbringt hier gerne seine Zeit – auch wenn es ihm nicht bewusst ist.

 

Was bewirkt Entspannungsmusik?

Wird Musik richtig eingesetzt, verringern sich die Herzfrequenz sowie die Muskelspannung und auch die Atmung wird langsamer.

Auch im alltäglichen Leben kann man sich diese wissenschaftlich belegte Erkenntnis zu Nutze machen. Nach einem anstrengenden Arbeitstag ist es äußerst entspannend, liegend und mit geschlossenen Augen, angenehmer Musik zu lauschen. Besonders gut eignet sich hierfür klassische Musik oder auch Naturtöne, wie das Zwitschern von Vögeln, Meeresrauschen, die Kommunikation von Walen oder Delphinen, unterlegt mit leiser Instrumentalmusik. >Allerdings gibt es auch individuelle Unterschiede: Prof. Dr. Heiner Gembris von der Universität Paderborn fand heraus, dass angespannte Menschen besser bei schneller Musik entspannen, insgesamt ruhigere Menschen eher bei getragener Musik, wie von Händel oder Bach. Diese Musik hat einen speziellen Rhythmus, durch man in einen Entspannungszustand gelangt. Die moderne Entspannungsmusik erreicht häufig diesen Zustand, indem bestimmte Klangfolgen immer wiederkehren. Allein dadurch wird eine suggestive Wirkung erreicht.

Man kann seinen Gedanken freien Lauf lassen, abschalten und den Stress des Tages hinter sich lassen.

Gesang sollte in Entspannungsmusik nicht enthalten sein. Man konzentriert sich unnötig auf den Text und aktiviert sein Gehirn. Das Erreichen einer tiefen Entspannung ist so erschwert.

Entspannungsmusik in der Geschichte

Der Nutzen von Entspannungsmusik ist in zahlreichen Studien bewiesen und wird schon seit Jahrhunderten zur Heilung von Kranken eingesetzt. Schon in der Antike half Musik, um seelische Harmonie wieder herzustellen. Im Mittelalter war Musik sogar Teil des Medizinstudiums und wurde bei Behandlungen eingesetzt. Barockmusik galt als besonders heilsam.

Im 19. Jahrhundert verringerte sich der Stellenwert der Entspannungsmusik im medizinischen Bereich. Nun behandelte man fast ausschließlich psychologische Erkrankungen. Nach dem zweiten Weltkrieg nahm die Musiktherapie aber wieder an Gewicht zu. Der Beruf des Musiktherapeuten ist heute ein eigenständiger Heilberuf.

 

Musiktherapie hilft der Psyche

Der Musiktherapeut arbeit vor allem psychotherapeutisch und erreicht mit Hilfe der Musik die Aktivierung von Selbstheilungskräften sowie den Abbau von Stress, Ängsten und Blockaden, was sich auf das körperliche Wohlbefinden auswirkt.

In der Therapie unterscheidet man die passive (rezeptive) von der aktiven Form. Bei der rezeptiven Musiktherapie hört der Patient Musik, wodurch sich die Selbstwahrnehmung steigert – ein Effekt, den man sich auch zuhause beim Hören von beruhigenden Klängen zu Nutze machen kann. Um geistige Haltungen oder Charaktereigenschaften positiv zu beeinflussen, setzt der Therapeut auch biographisch wichtige Musik ein, also Musik der Lebenssituation und Geschmack des Patienten angepasst.

Auf Frühgeborenen-Stationen verschiedener Krankenhäusern macht man sich den Effekt der Musiktherapie – die Entspannung durch Musik – zu Nutze. Musiktherapeuten singen hier beruhigende Melodien für jedes Frühchen, die an den Atemrhythmus im Mutterleib erinnern sollen. Der menschliche Kontakt in Form von sanften Berührungen vermittelt zusätzlich Geborgenheit. Nach solch einer Einheit atmen die Frühchen ruhiger.

Bei der aktiven Musiktherapie spielt der Patient selbst ein Instrument, wodurch er eine weitere Möglichkeit erlangt, seine Gefühle auszudrücken. Der Patient muss das Instrument dazu nicht beherrschen, wichtig ist Improvisation. Zum Beispiel kann bei Wut das Auspowern am Schlagzeug oder bei Traurigkeit Zupfen an einer Gitarre oder der Harfe sehr hilfreich sein.

Entspannung durch Musik lässt sich also in den eigenen vier Wänden durch verschiedene Möglichkeiten erreichen: Klassische Musik oder Naturtöne in ruhiger Umgebung genießen oder zu einem Instrument greifen, seine Gefühle darüber ausdrücken und sich anschließend leichter und befreit fühlen.

Einige Empfehlungen für gute Entspannungsmusik gibt es in unserem Amazon-Partnershop.

 

Eine neue Art der Entspannungsmusik

Neben der lange bewährten Form von Entspannungsmusik gibt es eine relativ neue technologische Entwicklung, die sich Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften zu Nutze macht. Mit Hilfe von speziell entwickelten Tönen, deren Frequenzen an die des Gehirns angepasst sind, sollen die Gehirnwellen in diejenigen Frequenzen gebracht werden, die für entspannte oder meditative Zustände verantwortlich sind. Auf entspannungsbeats.de erfahren Sie alles über diese neuartige Methode.