25.01.2014

Ohrenkerzen zur Entspannung?


Heute stellen wir eine interessante Methode zur Entspannung vor, die im Wellness Bereich eingermaßen bekannt und nicht zuletzt, auch etwas umstritten ist – die Ohrenkerzen.

Ohrenkerzen sind in Deutschland seit etwa 20 Jahren bekannt und erhältlich. Sie sind auch unter dem Begriff Hopi-Kerzen bekannt. Dies deutet auf den Ursprung der Ohrenkerzen hin: Sie sollen schon von nordamerikanischen Ureinwohnern eingesetzt worden sein. Daran, ob das tatsächlich der Fall ist, scheiden sich allerdings die Geister. Wie dem auch sei, unser Interesse war geweckt und wir wollen teilen, was wir in Erfahrung gebracht haben.

Wofür kann man Ohrenkerzen einsetzen?

Befürworter sagen, Ohrenkerzen führen zur Entspannung und steigern das Wohlbefinden. Die konkreten Krankheitsbilder, bei denen Ohrenkerzen für Linderung sorgen sollen, sind Kopfschmerzen und Migräne, Ohrenentzündungen, Hörschwächen, übermäßige Bildung von Ohrenschmalz, Ohrensausen bzw. Tinnitus, Schnupfen und Erkältungen, Schlaflosigkeit und Hyperaktivität.

Wie werden Ohrenkerzen angewendet?

Die Ohrenkerzen sollte man nicht allein bei sich selbst anwenden. Wenn einem jemand bei der Anwendung hilft, ist nicht nur das Entspannungserlebnis größer. Die Anwendung der brennenden Kerzen ist auch sicherer. Damit auch gewiss nichts in Brand gerät und die Kerzen im Zweifelsfall schnell gelöscht werden können, sollte immer ein Glas Wasser bereitstehen.

Damit das Entspannungserlebnis noch vollkommener wird, sollte man es sich zur Anwendung der Ohrenkerzen richtig bequem einrichten. Hilfreich sind eine warme Decke und je nach Geschmack eventuell auch entspannende Musik. Luftzug sollte unbedingt vermieden werden.

Zur Anwendung der Ohrenkerzen begibt man sich in die Seitenlage. Dies ist zum einen sehr bequem, zum zweiten können die Ohrenkerzen auch nur so sicher angewendet werden.

Die erste Ohrenkerze wird angezündet und mit dem nicht brennenden Ende vorsichtig mit drehenden Bewegungen in den äußeren Gehörgang eingeführt. Wenn die Ohrenkerze bis zur Sicherheitsmarkierung heruntergebrannt ist (nach etwa 10 bis 12 Minuten), wird sie abgenommen und gelöscht. Dann wird die Seite gewechselt und das Verfahren am zweiten Ohr wiederholt.

Idealerweise bleibt man nach der Anwendung der Ohrenkerzen noch einige Minuten liegen und spürt der Anwendung nach. Die Wirkung der Ohrenkerzen soll sich verstärken lassen, indem die Ohren nach der Anwendung mit einer energetisierenden Creme massiert werden.

Wie wirken die Ohrenkerzen?

Die Theorie zur Wirkungsweise der Ohrenkerzen ist folgende: Die Ohrenkerzen entwickeln eine wohltuende Wärme und erzeugen außerdem im Ohr zuerst einen Über-, dann einen Unterdruck. Leichte Schwingungen durch das Abbrennen stimulieren Reflexpunkte und die Ohrstruktur. Die Ohrenkerzen wirken also physikalisch. Sie aktivieren den Stoffwechsel und die Lymphfunktion im Bereich des Kopfes. Indem sie auf den Druckausgleich im Kopf wirken, berichten die Anwender häufig von einer sofortigen Schmerzlinderung und Besserung des Wohlbefindens.

Woraus sind Ohrenkerzen gemacht?

Ohrenkerzen bestehen aus rein natürlichen Rohstoffen. Für ihre Herstellung werden Bienenwachs, Baumwolle, Honigextrakte und Kräuter verwendet.

Kritik

Neben den möglichen positiven Effekten auf Wohlbefinden und Entspannung, gibt es auch Kritik an dem Verfahren. Kritiker führen an, es gäbe keine Belege für die Wirksamkeit der Methode und außerdem gingen einige Gefahren davon aus, wie Verletzungen im Ohr oder Verbrennungen durch das Wachs. Wer es ausprobieren möchte, sollte also vorsichtig sein und weitere Informationen einholen, damit das Erlebins auch tatsächlich entspannend wird.