09.07.2013

Kann man Entspannung essen?


Lange Zeit war ein direkter Zusammenhang zwischen Entspannung und Ernährung auch unter Experten umstritten. Mittlerweile hat sich ein Paradigmenwechsel vollzogen und es wird tatsächlich davon ausgegangen, dass man Entspannung sozusagen essen kann.

Die besten mentalen Techniken zur Entspannung und zur inneren Einkehr nutzen also wenig, wenn die Ernährung auf der Strecke bleibt. Wer z.B. viele histaminhaltige Nahrungsmittel zu sich nimmt, könnte damit seiner Entspannung von innen heraus entgegenwirken, nicht umsonst gilt beispielsweise der Genuss von Schweinefleisch als Entspannungskiller. Stress im Beruf oder auch im privaten Bereich zieht dem Körper jede Menge Ressourcen ab. Eine gute Ernährung zum Entspannen muss also voll von Vitalstoffen, Vitaminen und Spurenelementen sein. Hier kommt es auf die natürliche Zusammensetzung von Lebensmitteln an. Künstliche Nahrungszusätze und zusätzliche Vitaminpräparate gelten als eher kontraproduktiv. Ungesundes Essen stresst den Körper und wirbelt den empfindlichen Hormonhaushalt durcheinander. Hochwertige Eiweißbausteine in Form von Aminosäuren lenken den gestörten Hormonhaushalt wieder in geregelte Bahnen. Außerdem schwächt eine ungesunde Ernährung auf Dauer das Immunsystem und kann zu Diabetes, Magenkrämpfen, Verspannungen und Kopfschmerzen führen. Sind durch Fehlernährung erst einmal chronische Beschwerden entstanden, so fällt Entspannung umso schwerer, ein Teufelskreis.

Als Stresskiller Nummer eins gelten Obst und Gemüse aus biologisch-dynamischem Anbau. Diese Vitaminbomben enthalten hohe Dosen an Betacarotin, Vitamin C und Antioxidantien. Dadurch wirken sie gegen sogenannte freie Radikale, die unter anderem für vorzeitige Alterungsprozesse der Körperzellen verantwortlich gemacht werden. Außerdem benötigt der Organismus stets hochwertige Aminosäuren, sogenannte essenzielle Aminosäuren sind Eiweißbausteine, die der Körper nicht selbst herstellen kann, aber dennoch dringend benötigt. Deshalb ist die Zufuhr von außen so wichtig, um alle Stoffwechselvorgänge optimal zu unterstützen. Wer sich genauer über die Rolle der verschiedenen Aminosäuren informieren möchte, findet auf www.aminosaeuren.biz einen umfangreichen Informationspool.

Mineralstoffe und Spurenelemente wie Selen und Zink schützen vor oxidativem Stress, Obst und Gemüse sollten teilweise auch roh verzehrt werden, damit wertvolle sekundäre Pflanzenwirkstoffe nicht verloren gehen. Als hochwertige Eiweißlieferanten dienen mageres Fleisch und Fisch, welcher ruhig mehrmals in der Woche verzehrt werden darf. Zum Naschen sollte auf Süßigkeiten besser verzichtet werden, stattdessen eignen sich Nüsse oder Trockenfrüchte viel besser. Birnen, Sanddorn, Johannisbeeren, Kürbis, Ingwer, Brokkoli und Erbsen sollten auf einem Speiseplan zur Entspannung von Innen ebenfalls nicht fehlen. Die Verwendung von kalt gepressten Ölen führt dem Körper wichtige ungesättigte und Omega-3-Fettsäuren sowie einen hohen Anteil an Vitamin E zu, das wichtigste Vitamin im Stoffwechselmotor einer Körperzelle. Wer seine Ernährung wirklich ernsthaft umstellt, könnte schon bald die ersten Erfolge in Form eines verbesserten Körpergefühls und mehr Entspannung spüren.

Mehr zu den Zusammenhängen von Ernährung, Stress und Gesundheit gibt es in diesem Skript der Uni Passau.