17.06.2014

Entspannungstechniken gegen Flugangst


Für viele Menschen ist die Angst vor dem Fliegen eine große Last, insbesondere dann, wenn es regelmäßig in die Lüfte geht, beispielsweise für immer wieder anstehende Geschäftsreisen. Entspanntes Reisen ist so kaum möglich, vielmehr sorgen die ständigen Angstgefühle für permanenten Stress und die Betroffenen können sich erst beruhigen, wenn sie wieder festen Boden unter den Füßen haben. Glücklicherweise gibt es jedoch einige Auswege für die unter Flugangst Leidenden, denn mit der richtigen Technik kann den Angstzuständen wirkungsvoll beigekommen werden. Heute stellen wir Ihnen daher einige Entspannungstechniken vor, die Ihnen in der Luft eine große Hilfe sein können.

Gedanken unter Kontrolle bringen

Viele Betroffene, die sich schon näher mit dem Thema beschäftigt haben, wissen oftmals schon, woher genau ihre Ängste kommen. Meist handelt es sich dabei nämlich um Katastrophengedanken und Phantasien, die normalerweise nicht ohne weiteres verschwinden werden. Diese negativen Gedanken müssen daher aktiv „bekämpft“ werden, damit sie langfristig ins Positive umgekehrt werden. Hierfür eignet sich beispielsweise die sogenannte STOPP-Technik.

  • Je mehr Gedanken sich ein Mensch über seine Flugangst macht, desto schlimmer wird es meist. Mit der STOPP-Technik soll genau dieser Vorgang unterbrochen werden – immer, wenn die Flugangst wieder hervorkommt, sagen Betroffene sich in Gedanken laut und entschlossen: „STOPP, STOPP, STOPP,…“ wird es ganz besonders schlimm, so kann gegebenenfalls auch ein Kniff in die Haut hinzukommen. Beides wird in jedem Fall dafür sorgen, Sie kurzzeitig aus Ihren Gedanken zu reißen. Dieser Moment sollte unbedingt bewusst dafür genutzt werden, an etwas anderes zu denken.

Muskelentspannung

Steht der Körper unter Stress, so ist er meist angespannt. Um die Angst zu reduzieren hilft es oftmals, eben jene Anspannung mit einer passenden Entspannungstechnik abzubauen. Folgende Übungen können Ihnen dabei helfen:

    • Hände im Schoß ineinander legen und ganz fest zusammendrücken. Gleichzeitig werden außerdem die Gesäßmuskeln angespannt und die Fußsohlen auf den Boden gepresst, sodass der ganze Körper unter Spannung steht. Diese durchaus anstrengende Position wird nun rund 5 Sekunden gehalten, dann werden ruckartig alle Glieder gleichzeitig entspannt. Innerlich sollten Betroffene sich währenddessen ebenfalls gedanklich beruhigen und an etwas Entspannendes denken. Diese „Ruhe“ wird 20 Sekunden ganz bewusst wahrgenommen und genossen, dann wird die Übung mehrmals wiederholt.
    • Auch eine Atemübung kann zur Entspannung beitragen und sollte direkt nach der Muskelentspannung stattfinden. Hierfür amten Sie deutlich tiefer ein als normalerweise und atmen in einer Bewegung wieder aus, ohne den Atem währenddessen anzuhalten. Nach dem Ausatmen wird der Atem jedoch einige Sekunden lang gehalten – dieser Vorgang wird ebenfalls solange wiederholt, bis Sie sich merklich ruhiger fühlen (Siehe: Atemübungen zur Entspannung). Bei Bedarf lässt sich die Übung natürlich auch zu einem anderen Zeitpunkt während des Fluges wiederholen.

Klassische Tipps und Tricks für Betroffene

Neben diesen Entspannungstechniken, die so manches Mal wirklich erst gelernt werden müssen, können Betroffene aber auch auf eine Reihe von anderen Ratschlägen zurückgreifen, die sich heutzutage immer wieder bewähren. Das kann beispielsweise die richtige Platzauswahl sein, denn in der Nähe der Tragflächen sind Turbulenzen weniger stark spürbar, ebenso soll aber auch lockere Kleidung helfen, um ein wenig „herunterzukommen“. Womöglich hilft auch die Unterhaltung mit dem Sitznachbarn, das Konzentrieren auf Musik oder ein Hörspiel oder gar ein Schnäpschen zur Entspannung. Ganz gleich, wofür sich letztendlich entschieden wird, eine echte Entspannungstechnik sollte aber trotz allem nicht außer Acht gelassen werden und in jedem Fall zumindest einmal getestet werden.

Sie möchten mehr über das Thema erfahren oder wünschen sich noch mehr Ratschläge für eine stressfreie Flugreise? Dann finden Sie hier weitere Tipps gegen Flugangst.