Darmgesundheit – Wie halte ich meinen Darm gesund?

Unser Darm ist unser zweites Gehirn. Das ist nicht einfach nur so ein daher gesagter Spruch, sondern da steckt schon eine Menge Wahrheit drin. Deshalb sollten wir unserer Darmgesundheit stets eine große Aufmerksamkeit schenken, sie hat nämlich eine große Vielzahl von Einflüssen auf unseren restlichen Körper. Was kann man selbst für einen gesunden Darm tun? Wir haben im Folgenden einmal ein paar Tipps und Tricks zusammengestellt, wie der Darm gesund und agil bleibt.

Richtig auf der Toilette sitzen

Das klingt erst einmal witzig, aber viele Menschen wissen nicht, dass ihre Haltung auf der Toilette nicht korrekt ist. Sitzt man gerade in einem 90 Grad Winkel auf der Toilette, ist dies ungünstig für den Darm. Eine einfache und unkomplizierte Entleerung ist dann dabei nicht möglich. Folgen können Probleme des Darms, Hämorriden und Verstopfungen sein. Es gibt Toiletten Hocker, die dafür sorgen, dass die Position in einem 35 Grad Winkel erfolgt, dies ist für die Entleerung des Darms die optimale Haltung.

Die Vermeidung von Stress und viel Schlaf

Dauerhaft anhaltender, belastender Stress ist pures Gift für unseren Darm. Der Darm ist sehr eng mit unserem Gehirn verbunden. Mehr als 100 Millionen Nervenzellen sitzen in unserem Verdauungsapparat. Daher wird der Darm bei negativem Stress direkt in Mitleidenschaft gezogen. Die Folgen können ein schlechtes Gesamtwohl sein, Störungen der Verdauung, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. Ein stressfreier Alltag hat also zahlreiche positive Auswirkungen.
Ebenfalls essentiell ist es, jede Nacht ausreichend Schlaf zu tanken. So kann der Körper am idealsten regenerieren und ist nicht so anfällig für Stress. Dies wirkt sich positiv auf die Darmgesundheit aus.

Für einen bewegten Alltag sorgen

Der Stoffwechsel und die Aktivität des Darms werden durch Bewegung aktiviert. Besonders empfehlenswert sind hierfür Ausdauersportarten wie Walken, Fahrrad fahren, Schwimmen oder Laufen. Forscher haben bereits herausgefunden, dass eine regelmäßige Bewegung das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, fast halbiert. Wer nicht jeden Tag sportlich sein möchte: Auch der bewährte Verdauungsspaziergang tut seinen Dienst.

Welche Lebensmittel fördern einen gesunden Darm?

Viel Obst und Gemüse essen

Sekundäre Pflanzenstoffe beugen einer Darmkrebserkrankung vor. Besonders viele von diesen Stoffen stecken in frischem Gemüse und Obst. Besonders viel enthalten sind in Zwiebeln, Tomaten, Zitrusfrüchten. Hülsenfrüchten, Brokkoli und Rosenkohl. Als Faustregel gilt, mindesten fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag zu verspeisen.

Der Darm freut sich über Ballaststoffe

Die Mikroorganismen, die zuhauf in unserem Darm zu finden sind, lieben Ballaststoffe. Ballaststoffe sind dafür notwendig, das Gleichgewicht an Bakterien im Darm gesund und in Balance zu halten. Die Stoffe erhöhen das Volumen des Stuhls, da sie im Darm noch einmal aufquellen, so müssen wir uns schneller entleeren, als ohne den Verzehr von Ballaststoffen. Viele Ballaststoffe sind beispielsweise in Leinsamen, frischem Gemüse und Obst, Flohsamenschalen und Vollkornprodukten enthalten. Die Empfehlung beträgt 25 Gramm pro Tag zu sich zu nehmen. Wichtig ist eine Versorgung mit genug Flüssigkeit, damit die Ballaststoffe auch optimal aufquellen können.

Der Verzehr von Probiotika

Unter Probiotika versteht man gute Milchsäurebakterien. Diese bieten einen natürlichen Schutz für die empfindliche Darmflora. Enthalten sind diese Bakterien vor allem in Kefir, Naturjoghurt, und frischem Sauerkraut. Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln und Erkrankungen des Darms kann so Linderung verschaffen werden und auch für die Vorbeugung von Darmkrebs spielen die Probiotika eine Rolle. Außerdem können probiotische Bakterien den Darm reinigen.

Der Darm freut sich über ungesättigte Fette

Einen Schutz vor Darmkrebs bieten auch ungesättigte Fettsäuren. Diese finden sich zum Beispiel in Oliven, – Distel-, und Rapsöl. Das Gegenteil, die tierischen Fette, sollten dagegen nur in geringen Mengen verzehrt werden. Die Ausnahme bilden hier die ungesättigten Omega 3 Fettsäuren, die in Fischöl zu finden sind.

Maßvoller Verzehr von Wurst und Fleisch

Lebensmittel aus Tieren haben viel Fett und die für unseren Darm eher unguten gesättigten Fette. Viel rotes Fleisch wie vom Lamm, Schwein und Rind erhöht das Darmkrebsrisiko. Daher sollte die bessere Alternative hier Fisch oder Geflügel lautet und rotes Fleisch eher selten gegessen werden.

Der Darm – Warum ist er so wichtig?

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Der menschliche Darm ist ein Super-Organ und ein wichtiger Teil des Verdauungstraktes. Mit einer Länge von fünf bis sechs Metern und einer Oberfläche von knapp 32 m2 ist dieses Organ auch mit das größte Organ des Menschen. Der Darm besteht aus mehreren Bestandteilen und geht vom Magen aus direkt in den Dünndarm über mit Blinddarm, Wurmfortsatz, Dickdarm und dem Enddarm, der in den After mündet.

Der Darm – Funktion

Mit seiner enormen Größe ist der Darm eines der wichtigsten Bestandteile des Verdauungstrakts und auf jeden Fall der längste. Tagtäglich wird die aufgenommene Nahrung durch alle Organe geleitet. Zuerst wird sie im Mund zerkleinert und durch die Speiseröhre in den Magen befördert. Dort wird die Nahrung angedaut und weiter in den Dünndarm transportiert. Sie wird in viele kleine Bausteine der Nährstoffe wie Fettsäuren, Aminosäuren und Einfachzucker gespalten. Dies geschieht, indem die Nährstoffe über die Darmwand ins Blut gelangen. Der Körper benötigt sie für die Energiegewinnung und um wichtige Depots für die Ernährung anlegen zu können. Der Darm sorgt auch für eine Regulierung des Wasserhaushalts.

Der Darm – Aufgaben

Während seiner Tätigkeit erledigt der Darm viele verschiedene Aufgaben. Er verdaut die aufgenommene Nahrung und transportiert sie durch Darmbewegung weiter. Dabei werden wichtige Nährstoffe aufgenommen und über die Darmwand resorbiert. Darüber hinaus befinden sich im Darm die für das Immunsystem so wichtige Darmflora. Dies sind Mikroorganismen, die für den reibungslosen Ablauf im Darm sorgen und die Abwehrkräfte des menschlichen Körpers nachhaltig unterstützen. Der Darm verfügt über ein eigenes Nervensystem, das mit dem Gehirn kommuniziert und wichtige Signale aussendet. Dabei werden auch Krankheitserreger abgewehrt und Hormone sowie Botenstoffe produziert.

Der Dünndarm

Der lange Teil des menschlichen Darms, der Dünndarm, ist mit seiner Länge von fünf bis sechs Metern im Bauchraum zusammengerollt. Dort findet der Hauptteil der Verdauung statt. Vom Magen aus wird die aufgenommene Nahrung in den Dünndarm transportiert. Dabei durchläuft sie den Zwölffingerdarm, den Leer- und den Krummdarm. Die Nährstoffe werden absorbiert und ins Blut aufgenommen. Der Dünndarm ist mit Zotten und Krypten versehen und hat eine faltige Innenwand. Somit entsteht eine sehr große Oberfläche, die für die tägliche Arbeit des Dünndarms benötigt wird. Die beiden Verdauungsdrüsen Leber, deren Sekret Galle und die Bauchspeicheldrüse enthalten wichtige Verdauungsenzyme zur chemischen Spaltung der Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate. Weitere Drüsensekrete der Darmwand sorgen für die Verdauung der bereits angedauten Nahrung.

Der Dickdarm

Im anhängenden Dickdarm werden anschließend die Reste verwertet. Dabei werden der Blinddarm (mit Wurmfortsatz), der Grimmdarm und der Enddarm durchlaufen und enden im After. Nicht verwertbare Substanzen bleiben als Kot übrig, der beim Stuhlgang ausgeschieden wird. Im Dickdarm wird dem Speisebrei das Wasser entzogen und er wird eingedickt. Dabei werden wichtige Mineralien wie Calcium aufgenommen. Im Dickdarm befinden sich eine Vielzahl an Bakterien von ungefähr 400 unterschiedlichen Arten. Insgesamt wird ihre Anzahl auf zehn Billionen geschätzt. Diese Bakterien verarbeiten die unverdaulichen Reste der Nahrung und produzieren dabei diverse Stoffe wie Vitamin K und teilweise Vitamin B. Die Darmbakterien produzieren durch ihre Tätigkeit Stoffe und Gase, die für die Farbe und den Geruch des Kots verantwortlich sind. Ein Schleim wird hierbei abgesondert, der den Kot gleitfähig macht und dabei hilft, ihn weiter bis zum Anus zu befördern. Von der Aufnahme der Nahrung bis zum Ausscheiden vergehen je nach Nahrung 30 – 40 Stunden.

Der Darm – Krankheiten

Der Darm spielt im Körper eine zentrale Rolle, vor allem bei dem Verdauungsprozess. Funktioniert dieser Ablauf nicht richtig, können Bauchschmerzen und Durchfall bzw. Verstopfung die Folge sein. Dies kann viele verschiedene Ursachen haben wie falsche Ernährung, Stress oder ein Krankheitsbefall. Auch gibt es zahlreiche chronische Krankheiten des Darms wie beispielsweise Morbus Crohn. Die schwerste Darmerkrankung ist der Darmkrebs, der in den letzten 30 Jahren deutlich zugenommen hat. Hierbei ist die Heilungschance bei einer Früherkennung allerdings hoch, so dass Vorsorgeuntersuchungen in Form von Darmspiegelung empfohlen werden.

Hallo Darm

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Willkommen zu meinem neuen Blog rund um das Thema Darm. Warum gerade der Darm, mag sich manch einer Fragen, aber die Antwort ist ganz einfach: Der Darm ist das Zentrum der Gesundheit! Er sorgt offensichtlich für die 2 wichtigsten Dinge im menschlichen Körper, nämlich die Nahrungsaufnahme und die Nahrungsausscheidung. Ganz zu schweigen davon, dass sich rund 80% unseres Immunsystems dort befinden.

Vieles spricht für eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Darm und genau das werde ich mit diesem Blog tun.

Viel Spaß!